19:00 Philo-Café
2075 - Künstliche Intelligenz und Robotik haben einen großen Teil der bisher von Menschen erledigten Arbeit übernommen. Tätigkeiten sowohl im Beruf wie auch in der Freizeit werden uns abgenommen. Die Rationalisierung von Tätigkeiten ist kein neues Phänomen. Vom Sammeln von Früchten über die mit Furchenstock bearbeiteten ersten Äcker, das Pflügen mit Zugtieren, bis zum Traktor - der Mensch wurde immer "entbehrlicher".
Wie stellen wir uns die Gesellschaft in diesem Szenario vor?
Was ist nötig? Finden wir Sinn? Was fangen wir mit unserer Zeit an?
Hier soll keine Dystopie entwickelt werden. Gefragt sind Ansätze für ein gelungenes Leben mit KI und Robotik.
Hier soll keine Dystopie entwickelt werden. Gefragt sind Ansätze für ein gelungenes Leben mit KI und Robotik.
Was die Mortalität anlangt, so sichert die Arbeit das Am-Leben-Bleiben des Individuums und das Weiterleben der Gattung; das Herstellen errichtet eine künstliche Welt, die von der Sterblichkeit der sie Bewohnenden in gewissem Maße unabhängig ist und so ihrem flüchtigen Dasein so etwas wie Bestand und Dauer entgegenhält; das Handeln schließlich, soweit es der Gründung und Erhaltung politischer Gemeinwesen dient, schafft die Bedingungen für eine Kontinuität der Generationen, für Erinnerung und damit für Geschichte. Hannah Arendt, Vita activa
Thus for the first time since his creation man will be faced with his real, his permanent problem-how to use his freedom from pressing economic cares, how to occupy the leisure, which science and compound interest will have won for him, to live wisely and agreeably and well. John Maynard Keynes, Economic Possibilities for our Grandchildren
Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört. Karl Marx, Das Kapital, Band III
Und, die Glückseligkeit scheint in der Muße zu bestehen. Aristoteles, Nikomachische Ethik